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Stadt Grevenbroich schafft Voraussetzungen für mehr bezahlbaren Wohnraum

Die Stadt Grevenbroich treibt die Schaffung von zusätzlichem und bezahlbarem Wohnraum weiter voran. Im gesamten Stadtgebiet wurden in den vergangenen Jahren planungsrechtliche Voraussetzungen für neue Wohnbauprojekte geschaffen oder wichtige Verfahren vorangebracht. Damit setzen Bürgermeister und Verwaltung einen zentralen Baustein ihrer Wohnungsbauagenda um. Der Bedarf ist weiterhin hoch: Die Fortschreibung der Wohnungsbedarfsanalyse für den Rhein-Kreis Neuss weist für Grevenbroich einen Bedarf von rund 2.000 Wohneinheiten bis 2040 aus. Auch das aktuelle Wohnungsmarktbarometer der NRW.BANK zeigt, dass preisgünstiger Wohnraum in vielen Regionen Nordrhein-Westfalens weiter stark nachgefragt wird und der öffentlich geförderte Wohnungsbau an Bedeutung gewonnen hat.

Bezahlbarer Wohnraum ist eine der zentralen sozialen Fragen unserer Zeit. Deshalb haben wir in Grevenbroich frühzeitig gehandelt und konkrete Instrumente geschaffen“, sagt Bürgermeister Klaus Krützen. „Mit der 30- Prozent-Quote für öffentlich geförderten Wohnungsbau, mit aktiver Bauleitplanung und mit der neuen Wohnungsbaugenossenschaft setzen wir klare Schwerpunkte.“ Bereits im Dezember 2021 hatte der Rat der Stadt Grevenbroich beschlossen, bei Wohnbauprojekten ab einer Größe von 20 Wohneinheiten grundsätzlich eine Quote von 30 Prozent öffentlich gefördertem Wohnungsbau vorzusehen. Diese Vorgabe zeigt inzwischen konkrete Wirkung. In mehreren größeren Wohnbauprojekten entstehen oder sollen neue Wohneinheiten geschaffen werden. Zusammengenommen geht es nach aktuellem Stand um mehr als 600 neue Wohnungen, davon deutlich mehr als 200 öffentlich geförderte Wohnungen. Ein Überblick:

G 233 – Wohnquartier Pillauer Weg
Im Ortsteil Orken sollen auf einem Grundstück des Bauvereins Grevenbroich 32 öffentlich geförderte Wohneinheiten entstehen. Vorgesehen ist eine Nachverdichtung durch Geschosswohnungsbau.

N 47 – Lohweg
Im Ortsteil Neukirchen sollen neue Wohnangebote in einem Nutzungsmix aus Einfamilien- und Doppelhäusern sowie gefördertem und freifinanziertem Geschosswohnungsbau entstehen. Nach aktuellem Stand sind rund 110 Wohneinheiten vorgesehen.

G 239 – Herkenbuscher Weg / Erftwerkstraße
Im Bereich Herkenbuscher Weg / Erftwerkstraße plant der Bauverein Grevenbroich eine zeitgemäße Neubebauung mit Geschosswohnungsbau. Vorgesehen ist eine Mischung aus öffentlich geförderten und freifinanzierten Wohnungen. Nach aktuellem Stand sollen dort rund 95 Wohneinheiten entstehen, davon ist ein erheblicher Anteil öffentlich gefördert.

W 56 – Am Heyerweg
In Wevelinghoven wurde mit dem Bebauungsplan W 56 „Am Heyerweg“ durch die Stadtentwicklungsgesellschaft Grevenbroich die Grundlage für ein weiteres größeres Wohnbauprojekt geschaffen. Vorgesehen sind rund 200 Wohneinheiten. Neben Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern ist auch Geschosswohnungsbau möglich, öffentlich geförderter Wohnraum ist ebenfalls vorgesehen.

W 57 – Hilmar-Krüll-Straße
Der Bebauungsplan W 57 „Hilmar-Krüll-Straße“ bildet den zweiten Bauabschnitt der Entwicklung des Rahmenplans „Wevelinghoven-Süd“. Vorgesehen sind rund 60 Wohneinheiten, unter anderem in Form von Einfamilien-, Doppel- und Reihenhäusern. Auch hier ist öffentlich geförderter Wohnraum Bestandteil der von der Stadtentwicklungsgesellschaft Grevenbroich betriebenen Planung.

W 59 – An der Heckstraße
Am nordöstlichen Rand der Ortslage Wevelinghoven sollen weitere Wohnbauflächen entwickelt werden. Der Bebauungsplan sieht vor, dort rund 120 Wohneinheiten zu schaffen.

Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Gründung der Wohnungsbaugenossenschaft „Wohnraum für Grevenbroich“. Gründungsmitglieder sind die Stadt Grevenbroich, die Stadtentwicklungsgesellschaft Grevenbroich und die Fairhome GmbH aus der Dornieden Gruppe. Zweck der Genossenschaft ist die Schaffung und Verwaltung von sicherem und bezahlbarem Wohnraum im Stadtgebiet. Zugleich soll sie eine nachhaltige und sozial ausgewogene Quartiersentwicklung unterstützen. „Eine Verwaltung kann den angespannten Wohnungsmarkt nicht allein lösen. Aber wir können die richtigen Voraussetzungen schaffen, Baurecht ermöglichen, Partner einbinden und bezahlbaren Wohnraum verbindlich mitdenken“, so Krützen. „Genau das machen wir. Grevenbroich nutzt die vorhandenen Instrumente, um zusätzlichen Wohnraum zu schaffen und den öffentlich geförderten Wohnungsbau dauerhaft zu stärken.“

Die Bürgerinnen und Bürger können sich über laufende und abgeschlossene Bauleitplanverfahren im Planungsportal der Stadt Grevenbroich informieren. Dort sind Pläne, Verfahrensstände und Unterlagen zu den jeweiligen Projekten abrufbar.