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Wiese oder Rasen? So pflegt die Stadt Grevenbroich ihre Grünflächen

Immer wieder erreichen die Stadtbetriebe Grevenbroich Fragen zur Pflege städtischer Grünflächen und zu den unterschiedlichen Mähintervallen. Dabei wird häufig übersehen, dass es zwischen Wiesen und Rasenflächen wesentliche Unterschiede gibt. Beide Flächentypen haben im Stadtgebiet wichtige Aufgaben und werden deshalb gezielt unterschiedlich gepflegt. Hinzu kommen verschiedene Übergangsformen, deren Pflege ebenfalls an Funktion, Lage und Nutzung angepasst wird.

Wiesen haben eine große Bedeutung für die biologische Vielfalt. Sie bieten zahlreichen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und leisten einen wichtigen Beitrag zum Erhalt artenreicher Offenlandbiotope. Blütenreiche Wiesen sind unter anderem für bestäubende Insekten, den Schutz gefährdeter Arten und das ökologische Gleichgewicht von hoher Bedeutung.

Deshalb werden Wiesen extensiv gepflegt, also in der Regel nur ein- bis dreimal pro Jahr gemäht, zum Beispiel im Juni und im Herbst. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu fördern, Nährstoffüberschüsse im Boden zu verringern und Tieren ausreichend Rückzugsräume zu erhalten. Stark wachsende Arten werden dabei gezielt vor der Samenreife zurückgenommen, damit sie schwächer wachsende Pflanzen nicht verdrängen.

Anders verhält es sich bei intensiv genutzten Grünflächen. Diese werden als kurze Rasenflächen gepflegt, wenn sie vor allem der aktiven Nutzung dienen. Dazu zählen etwa Spiel- und Liegewiesen in Parks und Grünanlagen, die für Freizeit, Sport oder Erholung genutzt werden. Auch entlang von Straßen und Wegen ist regelmäßiges Mähen erforderlich, insbesondere aus Gründen der Verkehrssicherheit.

Die Häufigkeit der Mahd richtet sich daher nicht nach einem einheitlichen Schema, sondern immer nach der jeweiligen Funktion der Fläche. Die Stadtbetriebe Grevenbroich passen die Pflege ihrer Grünflächen gezielt an die unterschiedlichen Anforderungen im Stadtgebiet an.