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Rat ebnet Weg für kommunale Wohnungsbaugenossenschaft

Der Rat der Stadt Grevenbroich hat in seiner Sitzung am 16.04.2026 die Verwaltung beauftragt, die Gründung einer Wohnungsbaugenossenschaft „Kommunale Wohnraumversorgung Grevenbroich e.G.“ weiter vorzubereiten. Ziel ist es, neue Wege zu erschließen, um in Grevenbroich mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Der Beschluss wurde mehrheitlich gefasst. Gegen die Vorlage stimmte die AfD-Fraktion.

Hintergrund ist die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt. Bezahlbarer Wohnraum ist auch in Grevenbroich weiterhin knapp. Davon betroffen sind viele Menschen in unterschiedlichen Lebenslagen. Die Stadt will deshalb neue Wege prüfen, um zusätzliche Wohnangebote zu schaffen, den Bestand an bezahlbarem Wohnraum langfristig zu stärken und bestehende Unterbringungslösungen perspektivisch zu entlasten.

Mit dem jetzt gefassten Beschluss ist die Genossenschaft noch nicht gegründet. Zunächst soll die Verwaltung auf Grundlage eines Satzungsentwurfs Gespräche mit möglichen Gründungsmitgliedern führen und die rechtlichen Rahmenbedingungen einer solchen Gründung näher prüfen. Anschließend soll dem Stadtrat eine weitere Beschlussvorlage zum möglichen Beitritt der Stadt vorgelegt werden.

Die geplante Genossenschaft soll dazu beitragen, bezahlbaren Wohnraum im Stadtgebiet zu schaffen und zu verwalten. Nach dem vorliegenden Satzungsentwurf ist vorgesehen, dass sie Bauvorhaben eigenverantwortlich realisiert und dabei auch soziale Zwecke berücksichtigt. Dazu zählt unter anderem, einen Teil des Wohnraums für Menschen in besonderen sozialen Lebenslagen bereitzustellen.

Als möglicher erster Standort ist in der Beschlussvorlage eine Teilfläche an der Hansendstraße im Ortsteil Frimmersdorf benannt. Dort könnte die Stadt ein Grundstück als Sacheinlage in die Genossenschaft einbringen. Auch dies bedarf weiterer Prüfungen und Beschlüsse.

Mit der Grundsatzentscheidung hat der Rat den Weg dafür geöffnet, die Idee einer kommunalen Wohnungsbaugenossenschaft konkret weiterzuentwickeln. Die Stadt Grevenbroich will damit prüfen, ob sich auf diesem Weg bezahlbarer Wohnraum verlässlich, wirtschaftlich und mit dauerhaftem Einfluss der Stadt entwickeln lässt.