Sie gehörten viele Jahre ganz selbstverständlich zum Stadtbild: öffentliche Telefonstellen. Inzwischen sind sie durch Handys und digitale Kommunikation überflüssig geworden. Auch in Grevenbroich erinnern einzelne Standorte noch an diese frühere Form der öffentlichen Telekommunikationsinfrastruktur.
Wie der Städte- und Gemeindebund NRW mitteilt, ist der Rückbau der stillgelegten Telefonstellen bundesweit bereits weit fortgeschritten. Nach Angaben der Telekom sind rund 98 Prozent aller Telefonzellen bereits abgebaut. In 75 Prozent der Kommunen gibt es schon keine öffentlichen Telefonstellen mehr. In vielen anderen Städten und Gemeinden stehen nur noch einzelne Restbestände.
Dass der vollständige Abbau länger dauert als ursprünglich geplant, hat mehrere Gründe. So ist der Rückbauumfang größer geworden als zunächst angenommen, weil zusätzliche Anlagen entfernt werden müssen. Hinzu kommt, dass jede einzelne Anlage technisch vom Strom getrennt werden muss. Dafür sind oft Tiefbauarbeiten, verkehrsrechtliche Anordnungen und weitere Genehmigungen erforderlich. Auch Witterung, Frost oder Veranstaltungen können die Arbeiten verzögern. Außerdem unterscheiden sich die kommunalen Vorgaben vor Ort, etwa bei Pflasterarbeiten oder anderen baulichen Anforderungen. Die Telekom hat den 31. Dezember 2026 nun als neuen Zieltermin für den vollständigen Abbau der verbliebenen öffentlichen Telefonstellen genannt.