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Mobilitätskonzept: Neun Standorte für neue E-Ladesäulen beschlossen

In seiner Sitzung am 14.10.2026 hat der Ausschuss für Bauen und Umwelt die Umsetzung von neun Standorten für öffentliche Elektro-Ladesäulen einstimmig beschlossen. Weitere Themen waren der aktuelle Stand priorisierter Maßnahmen des Mobilitätskonzepts, darunter die Planung einer Stadtbusgesellschaft, Mobilitätsstationen, eine intelligente Ampelsteuerung sowie Verbesserungen bei Radwegen und Unterführungen.

Im Stadtgebiet gibt es derzeit 70 öffentliche Ladeeinrichtungen, davon 62 Normallade- und acht Schnellladeeinrichtungen. Ziel ist eine möglichst flächendeckende Versorgung, bei der öffentliche Ladeangebote grundsätzlich innerhalb von 300 Metern Luftlinie erreichbar sein sollen. Von zunächst 15 Standortvorschlägen der NEW erwiesen sich sieben als derzeit nicht umsetzbar. Einschließlich eines zusätzlichen Standorts in Gindorf sollen nun neun Standorte eingerichtet werden. Vorgesehen ist jeweils eine Normalladesäule mit zwei Ladepunkten. Nach dem Beschluss folgen die Ausführungsplanung und die erforderlichen Genehmigungen. Weitere Standorte sollen geprüft und dem Ausschuss später vorgelegt werden.

Neben dem Ausbau der Ladeinfrastruktur hat der Rat sechs Maßnahmen des Mobilitätskonzepts besonders hoch priorisiert:

  • Öffentlicher Nahverkehr: Die bestehenden Verträge für das Busnetz laufen Ende 2029 aus. Ziel ist eine Stadtbusgesellschaft. Ein Planungsauftrag für das Nahverkehrskonzept soll im vierten Quartal 2026 vergeben werden; Ergebnisse werden Ende 2027 erwartet.
  • Mobilitätsstationen: In den Stadtteilen sollen Angebote entstehen, die verschiedene Verkehrsmittel miteinander verknüpfen. Eine Mobilstation am Haltepunkt Kapellen-Wevelinghoven wird geprüft.
  • Intelligente Ampelsteuerung: Echtzeitdaten sollen helfen, den Verkehrsfluss auf den Hauptverkehrsachsen zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken.
  • Parkraum: In den Quartieren soll ausreichend Parkraum zur Verfügung stehen.
  • Sicherheit an Angsträumen: Die Beleuchtung von Fuß- und Radwegeunterführungen wird erfasst. Mögliche Verbesserungen und deren Kosten sollen anschließend vorgestellt werden.
  • Radverbindungen zwischen den Ortsteilen: Bestehende Mängel und mögliche Ausbaukosten werden ermittelt. Der Rhein-Kreis Neuss soll in die Planung einbezogen werden.