Die Stadt Grevenbroich hat zum Stichtag 30. Juni 2026 sechs umfangreiche Förderanträge für zentrale Zukunftsprojekte im Stadtgebiet eingereicht. Das beantragte Gesamtvolumen liegt bei rund 42,6 Millionen Euro. Bei vollständiger Bewilligung könnten Fördermittel in Höhe von rund 37,8 Millionen Euro nach Grevenbroich fließen.
Wir nutzen Fördermöglichkeiten gezielt, um wichtige Projekte für Grevenbroich voranzubringen“, sagt Bürgermeister Klaus Krützen. „Dabei geht es um moderne Mobilität, starke Ortsteile, attraktive Freizeitflächen, gute Bildungs- und Betreuungsangebote und eine zukunftsfähige Innenstadtentwicklung. Diese Projekte zeigen einmal mehr, dass wir den Wandel unserer Stadt aktiv gestalten.“
Die sechs eingereichten Förderanträge im Überblick:
„Grevenbroich.Mobil“ – Umgestaltung des direkten Bahnhofsumfelds
Beantragtes Projektvolumen: rund 11,5 Millionen Euro, Förderquote: 95 Prozent. Der Bahnhof soll zu einem modernen Mobilitätsknotenpunkt und als „Tor zur Innenstadt“ weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind unter anderem Verbesserungen für den Busverkehr, mehr Aufenthaltsqualität, eine bessere Beleuchtung sowie eine Neuordnung der Verkehrsflächen.
Bike+Ride-Anlage und Mobilstation im Bahnhofsumfeld
Beantragtes Projektvolumen: rund 5 Millionen Euro, Förderquote: 95 Prozent. Ergänzend zu „Grevenbroich.Mobil“ wurde ein separater Förderantrag für Bike+Ride-Anlagen und eine Mobilstation im Bahnhofsumfeld eingereicht. Damit sollen die Radinfrastruktur, Umsteigemöglichkeiten und Serviceangebote für Pendlerinnen und Pendler verbessert werden.
Kraftwerksdörfer Frimmersdorf und Neurath
Beantragtes Projektvolumen: rund 5 Millionen Euro, Förderquote: 95 Prozent. Mit dem Antrag sollen die Fokusräume Kirchplatz „An St. Martin“ in Frimmersdorf und Peter-Kauertz-Platz in Neurath weiterentwickelt werden. Grundlage sind die bisherigen Planungen im Rahmen des Masterplans Kraftwerksdörfer sowie mehrere Beteiligungsformate mit Bürgerinnen und Bürgern aus Frimmersdorf und Neurath. Die Anregungen aus Bürgerspaziergängen, Dorfkonferenzen und weiterer Beteiligung sind in die Planung eingeflossen. Ziel ist es, die Dorfkerne als Orte der Begegnung, Identität und Aufenthaltsqualität zu stärken.
Erlebnisraum „Perlenkette“
Beantragtes Projektvolumen: rund 9,26 Millionen Euro, Förderquote: bis zu 95 Prozent. Mit dem Projekt soll am Flutgraben auf rund 20.000 Quadratmetern ein modernes Sport- und Freizeitareal für Kinder, Jugendliche, Familien und weitere Nutzergruppen entstehen. Geplant sind unter anderem die Weiterentwicklung der Spielspinne unter Erhalt prägender Elemente, ein Pumptrack, zusätzliche Skate-Angebote, ein 3x3- Basketballfeld, eine Multicourtanlage, ein Wasserspielbereich, neue Aufenthaltsflächen sowie ein Pavillon mit barrierefreien Toiletten. Auch der bestehende Dirtpark soll modernisiert und in das Gesamtkonzept eingebunden werden. Ziel ist es, die verschiedenen Teilbereiche als zusammenhängenden, barrierearm erschlossenen Erlebnisraum weiterzuentwickeln. Bei der Planung wurden viele Kinder und Jugendliche beteiligt.
Modernisierung Alte Feuerwache
Beantragtes Projektvolumen: rund 9,9 Millionen Euro, Förderquote: 95 Prozent. Die Alte Feuerwache soll als zentraler Ort für Jugendhilfe, Bildung, Kultur, Vereine und Stadtgesellschaft umfassend modernisiert und erweitert werden. Geplant sind unter anderem ein neues Foyer, ein barrierefreier Zugang zu den Sanitäranlagen, eine deutliche Aufwertung des Veranstaltungssaals, moderne Licht- und Tontechnik, neue Backstage-, Lager- und Funktionsbereiche sowie eine Terrasse in Richtung Ian-Hamilton-Finlay-Park. Der Veranstaltungssaal soll künftig deutlich flexibler genutzt werden können – unter anderem für Jugend- und Kulturveranstaltungen, Workshops, Ferienangebote, Vereinsformate und weitere gemeinwohlorientierte Veranstaltungen.
Integriertes Stadtentwicklungskonzept „Flutgrabenquartier“
Beantragtes Projektvolumen: rund 7,4 Millionen Euro, Förderquote: 60 Prozent. Das Flutgrabenquartier soll in den kommenden Jahren umfassend weiterentwickelt werden. Vorgesehen sind unter anderem der Ausbau des Schulstandortes St. Martin, der Neubau einer Kindertageseinrichtung, neue Angebote für Jugendliche, die Entwicklung eines neuen Festplatzes sowie die Aufwertung des Umfelds von Altem Schloss und Ian-Hamilton-Finlay-Park. Grundlage des Projekts ist ein breit angelegter Beteiligungsprozess: Bürgerinnen und Bürger, lokale Akteure, Politik, Kinder und Jugendliche sowie der Bürgerschützenverein konnten sich in Workshops, Beteiligungsformaten und Beratungen mit ihren Ideen und Anforderungen einbringen. Mit dem positiven Votum des BSV zur Verlagerung des Festplatzes wurde zudem eine wichtige Voraussetzung für die weitere Quartiersentwicklung geschaffen. Ziel ist es, zentrale Bildungs-, Freizeit-, Aufenthalts- und Veranstaltungsflächen in Innenstadtnähe neu zu ordnen und das Quartier langfristig aufzuwerten.
Alle Projekte verfolgen ein gemeinsames Ziel: Grevenbroich soll noch lebenswerter, moderner und zukunftsfester werden“, betont Bürgermeister Klaus Krützen. „Die Förderanträge sind ein wichtiger Schritt. Bei positiven Förderbescheiden können wir die nächsten Planungsschritte angehen und die Projekte weiter konkretisieren.“