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Lärmaktionsplan

Gemäß der Richtlinie 2002/49/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Juni 2002 über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm haben die Kommunen, in denen gemäß o.g. Richtlinie Lärmkarten erstellt wurden, eine Lärmaktionsplanung durchzuführen und einen Lärmaktionsplan zu erstellen. Dieser ist alle 5 Jahre zu überarbeiten. Ziel der Umgebungslärmrichtlinie und der Lärmaktionsplanung ist, schädliche Auswirkungen durch Umgebungslärm zu verhindern, vorzubeugen und zu mindern. Zudem sollen ruhige Gebiete geschützt sowie insgesamt innerhalb der EU einheitlich und mit vergleichbaren Kriterien und Bewertungsmethoden vorgegangen werden.

Die Umsetzung der EU-Umgebungslärmrichtlinie ist in Deutschland über den sechsten Teil des Bundesimmissionsschutzgesetzes (Lärmminderungsplanung; BImSchG) und die 34. Bundesimmissionsschutzverordnung (Verordnung über die Lärmkartierung; BImSchV) geregelt.

Als Umgebungslärm wird von Menschen verursachter Lärm, insbesondere Straßen- und Eisenbahnverkehrs- sowie Flugverkehrs- und Industrielärm bezeichnet. Demzufolge gilt die Umgebungslärmrichtlinie u.a. nicht für Lärm, der von Personen selber verursacht wird, Nachbarschaftslärm, Lärm am Arbeitsplatz und Lärm in Verkehrsmitteln. Dort gelten andere Vorschriften.

Die Basis für den Entwurf des Lärmaktionsplanes der Stadt Grevenbroich bilden die vom Land zur Verfügung gestellten Lärmkartierungen der 4. Runde, die für Hauptverkehrsstraßen (Bundesautobahnen, Bundesstraßen und Landesstraßen) mit einem Verkehrsaufkommen von über 3 Mio. Kraftfahrzeugen pro Jahr zu erstellen sind. Dies betrifft in der Stadt Grevenbroich folgende Hauptverkehrsstraßen:

  • A 46, Stadtgrenze zu Jüchen bis Stadtgrenzen zu Neuss
  • B 59, Stadtgrenze zu Jüchen bis Stadtgrenze zu Rommerskirchen
  • L 361, Stadtgrenze zu Korschenbroich bis A 46
  • L 361, L 201 bis Poststraße
  • L 361, L 142 bis B 59
  • L 361, B 59 bis L 375
  • L 142, Stadtgrenze zu Neuss bis L 361
  • L 116, A 46 bis Stadtgrenze zu Bedburg

Diese Lärmkarten sind unter folgendem Link öffentlich zugänglich:
www.umgebungslaerm-kartierung.nrw.de

Kreis- und Gemeindestraßen sind keine Pflichtaufgabe im Rahmen der Lärmminderungsplanung gemäß EU-Umgebungslärmrichtlinie. Da Lärm jedoch unabhängig von der Baulastträgerschaft überall gleich schädlich ist, hat die Stadt Grevenbroich darüber hinaus als freiwillige Leistung folgende Stadtstraßen kartiert:

  • L 361, Talstraße; von Auf den Hundert Morgen bis Neusser Straße (Kapellen)
  • Poststraße – Oberstraße – Grevenbroicher Straße; von L 361 An der Eiche bis Brücke über die K10 (Wevelinghoven)
  • Auf der Schanze – Neuenhausener Straße; von Lindenstraße bis Kolpingstraße (Grevenbroich-Südstadt)
  • Rheydter Straße; von Konrad-Thomas-Straße bis Jülicher Straße (Elsen)
  • K 43 Jülicher Straße; von Rheydter Straße bis Ortseingang Elsen (Elsen)

Umfangreiche Informationen zu den Themen Lärmkartierung und Lärmaktionsplanung finden Sie im Umgebungslärmportal des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen unter folgender Internetadresse:
www.umgebungslaerm.nrw.de

Öffentlichkeitsbeteiligung

Lärmaktionsplan der Stadt Grevenbroich: Erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung startet

Am Sonntag, 16.06.2024 startete die erste Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung zum Lärmaktionsplan der Stadt Grevenbroich. Bis Dienstag, 16.07.2024 können sich alle Bürgerinnen und Bürger sowie Einrichtungen an der Lärmaktionsplanung beteiligen und Ihre Stellungnahme zum Entwurf des Lärmaktionsplanes abgeben.

Der Entwurf des Lärmaktionsplanes kann auf folgender Internetseite eingesehen und heruntergeladen werden:
www.o-sp.de/grevenbroich/plan?L1=35&pid=80339
Hier kann ebenfalls die Stellungnahme abgegeben werden.

Nach Auswertung der Stellungnahmen und Überarbeitung des Lärmaktionsplanes wird eine zweite Beteiligungsphase stattfinden. Schlussendlich wird unter Berücksichtigung der Stellungnahmen der Lärmaktionsplan fertiggestellt, durch den Rat der Stadt Grevenbroich beschlossen und veröffentlicht.