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52 Fakten zu verbreiteten Mythen & Halbwahrheiten

Wir klären auf! 52 Wochen lang finden Sie hier, jeweils montags neu, Fakten, Fakten, Fakten.


Bürgerbeteiligung bei Neubaugebieten

Baugebiet Foto

Warum werde ich nicht gehört?

Gerade bei der Planung von Neubaugebieten besteht in der Nachbarschaft oft die Befürchtung, dass die eigenen Interessen nicht berücksichtigt werden, man kein Gehör finden und dass über den eigenen Kopf hinweg entschieden wird. Natürlich kann in so einem Verfahren nicht jedes individuelles Interesse gleichermaßen berücksichtigt werden, da sie sich gelegentlich wiedersprechen und es auch übergeordnete Interessen geben kann. Es gibt allerdings viele Möglichkeiten, die eigene Meinung und die eigenen Interessen vorzubringen und so die Entscheidungsfindung im Stadtrat zu beeinflussen.

Diese Verfahren sind sehr umfangreichen. In einigen Verfahren müssen sowohl der Flächennutzungsplan, als auch der Bebauungsplan angepasst werden, jeweils in einem Bauleitplanverfahren, die landesweit einheitlich ablaufen. Die Landesregierung hat das gut zusammengefasst unter www.bauportal.nrw/bauleitplanung.

Es gibt noch an mehreren Stellen die Möglichkeit, sich als Betroffene ganz offiziell mit Stellungnahmen und Einwänden im Verfahren zu beteiligen. Verwaltung und Rat werden sich dann jeweils damit auseinandersetzen. Verfahren in größeren Gebieten können sich durchaus über mehrere Jahre erstrecken. Es besteht also kein Anlass zur Sorge, wenn man über längere Zeit über eine Eingangsbestätigung hinaus keine Rückmeldung zu einer Eingabe erhält. Es geht nichts verloren, aber der Verfahrensschritt steht ggf. einfach noch nicht an.

Darüber hinaus sind auch freiwillige Bürgerinformationsveranstaltungen als zusätzliche Beteiligungsinstrumente denkbar, aber schon im gesetzlich vorgeschriebenen Rahmen hat man vielfältige Möglichkeiten, sich in das Verfahren einzubringen.

Am Ende wird immer der Stadtrat entscheiden, ob und in welcher Form ein Baugebiet entsteht.

Schlossbad

Schlossbad Grevenbroich

Wo bekomme ich Informationen zum Schlossbad?

Die Stadt Grevenbroich selbst ist nicht Betreiber des Schlossbades. Eigentümer ist die GWG Kommunal GmbH, die die Betriebsführung des Schlossbades seit Anfang Juni 2021 an die NEW mobil und aktiv Mönchengladbach GmbH übertragen hat.

Bei der Ticketvergabe für das Schlossbad gibt es dadurch eine Änderung. Zum einen sind E-Tickets jeweils ab drei Tage im Voraus unter www.new-baeder.de/shop erhältlich. Zum anderen findet ein Kartenverkauf auch weiter an der Kasse im Bad statt.

Aktuell ist die Nutzung des Bades aufgrund der Corona-Pandemie nur eingeschränkt möglich.

Weiterführende Informationen sind unter www.gwg-grevenbroich.de/schlossbad zu finden.

Strategischer Bahndamm

Foto Der Bürgermeister am Strategischen Bahndamm

„Wieso werden am Bahndamm die ganzen Bäume abgeholzt? Ist das wegen des neuen Weges?“

Der Bahndamm Neukirchen ist Wald im Sinne des Bundeswaldgesetzes. Damit sind waldtypische Gefahren wie Baumumbrüche und Astabbrüche, besser gesagt waldtypische Wege bekannt und zu tolerieren. In 2019 wurden im Grevenbroicher Bereich alle abgestorbenen Bergahorne (Russrinden-Krankheit) und abgestorbenen Eschen (Eschentriebsterben) von einem Fachunternehmen gefällt und entsorgt. Die hier entstandenen Lücken wurden in 2021 mit 2.500 Eichen und Kirschen nachgepflanzt. Da diese Bäume einige Jahre brauchen, um das lückige Kronendach effektiv zu schließen, ist davon auszugehen, dass zukünftig entsprechende Windereignisse weitere Bäume im Altbestand umwerfen werden.

Auch in 2020 bis in das Jahr 2021 hinein sind weitere tote Ahornbäume und Eschen zu verzeichnen. Im Frühjahr 2021 wurden daraufhin noch einmal ca. 80 Bäume gefällt. Diese Entwicklung wird weiter anhalten. Weiter ist davon auszugehen – zumal der Bahndamm für den Pilzsporenflug günstig im Wind liegt – dass der Ahorn und vermutlich auch die Esche in den nächsten 10 Jahren zumindest auf dem Bahndamm total ausfallen werden.

Die vorbereitenden Arbeiten zum Wegebau im Förderprojekt „Landschaftsgalerie Strategischer Bahndamm“ sind abgeschlossen. Die beauftragte Firma erstellt die Trasse aus Richtung Rommerskirchen in Richtung Neuss. Im Grevenbroicher Stadtgebiet wird auf 2,5 km Wegeneubau erfolgen. Die ehemaligen Reit -und Spazierwege werden sich in der neuen Situation so darstellen, dass es abschnittsweise nur noch eine Trasse für alle Nutzer geben wird. Dies ist der Fall im südöstlichen Abschnitt, der an die Gemeinde Rommerskirchen angrenzt und bis zur ehemaligen Brücke reicht. Im nächsten Abschnitt zwischen ehemaliger Brücke an der Sportanlage Neukirchen und der Hülchrather Straße läuft der Reitweg parallel zum Wanderweg und bleibt erhalten. Ab der Hülchrather Straße weiter Richtung Neuss bis zur L142 muss er auf den unbefestigten Feldweg unterhalb des Dammes, Seite Wohnbebauung, verlegt werden. Ab der L142 bis zum Stadtgebiet Neuss stellt sich die Situation wie im ersten Abschnitt dar. Eine neue, alternative Reitwegeanbindung an den neu erstellten Weg ist aufgrund des Seitenbewuchses und der Böschungsneigung in diesen beiden Abschnitten nicht möglich. Die Auf- und Abgänge an den Straßenübergängen werden zu fahrrad- und fußgängerfreundlichen Rampen ausgebaut.


Eingeschränkter Dienstbetrieb im Bürgerbüro der Stadt Grevenbroich

Foto Bürgerbüro

Warum dauert es momentan, bis ich im Bürgerbüro einen Termin bekomme?

Aufgrund von krankheitsbedingten Ausfällen sowie ausfallbedingten Bearbeitungsrückständen kommt es zu Einschränkungen des Dienstbetriebes im Grevenbroicher Bürgerbüro. Dies betrifft auch die telefonische Erreichbarkeit und die Bearbeitung von Anfragen per Mail. Bereits vereinbarte Termine können hingegen wahrgenommen werden. Neue Termine sind derzeit nur mit einer langen Vorlaufzeit möglich.

Der Stadt Grevenbroich ist bewusst, dass diese Umstände und insbesondere auch die zunehmenden Lockerungen dazu führen, dass die Geduld und das Verständnis auf Seiten der Bürgerinnen und Bürger schwinden. Die Verwaltung arbeitet aktuell mit Hochdruck daran, dass sich die Situation verbessern wird. Wir bitten daher um Ihr Verständnis.

Sollte es aufgrund der eingeschränkten Erreichbarkeit des Bürgerbüros zu einem Fristversäumnis kommen, beispielsweise die An- und Ummeldefrist von zwei Wochen, so wird dieser Verstoß derzeit nicht geahndet und weiterverfolgt. Gleiches gilt für abgelaufene Personalausweise.

Wohnberechtigungsschein (WBS)

Formular-Symbol

Wo erhalte ich bei der Stadt Grevenbroich einen Wohnberechtigungsschein (WBS)?

Eine Sozialwohnung darf nur beziehen, wer über einen gültigen Wohnberechtigungsschein (WBS) verfügt. Dieser gilt für ein Jahr und berechtigt Sie innerhalb dieser Zeitspanne eine öffentlich geförderte Wohnung überall in Nordrhein-Westfalen zu beziehen. Des Weiteren enthält der WBS die Angaben über die Personenzahl und die maximale Größe der Wohnung, die bezogen werden darf. Auf Grund der Förderung mit öffentlichen Geldern ist der Miete in sozialen Wohnungen in der Regel günstiger als in vergleichbaren freifinanzierten Wohnungen.

Der Wohnberechtigungsschein gilt nur für das Bundesland, in dem er ausgestellt wurde. Folglich gilt ein in Grevenbroich erteilter Wohnberechtigungsschein in ganz Nordrhein-Westfalen.

Die Erteilung des Wohnberechtigungsscheins ist unter anderem abhängig von der Höhe Ihres um verschiedenen Abzugsbeträge und Werbungskosten bereinigten Einkommens. Lassen Sie sich in diesem Punkt unbedingt beraten, damit es möglichst keine Missverständnisse gibt.

Weitere Informationen zu Haushaltsgrößen, Einkommensgrenzen und maximaler Wohnungsgröße finden Sie hier. Die Details sollten Sie danach persönlich oder telefonisch mit Ihrem Sachbearbeiter klären.

Zuständig für die Beantragung und Ausstellung von Wohnberechtigungsscheinen ist der Rhein-Kreis Neuss.

Vereinbaren Sie telefonisch einen Termin unter 02181 / 601 - 6363.

Wohin fließt das Geld?

Foto Hand und Gelscheine

Was ist der größte Ausgabenblock im städtischen Haushalt?

Häufig hört man auf diese Frage die Antwort: Das ist doch das Personal! Stimmt aber nicht. Die Personalkosten machen im städtischen Haushalt 2021 rund 21% der Gesamtaufwendungen aus. Dagegen machen die Transferaufwendungen 39% aus, wobei die Kreisumlage mit etwa 36 Mio. Euro davon den größten Anteil ausmacht. Andere Transferkosten sind z. B. die Sozialtransferaufwendungen.

Die Kreisumlage erhebt der Kreis zur Finanzierung seiner Aufgaben bei den sieben Städten und der Gemeinde Rommerskirchen nach einem bestimmten Schlüssel.

Die Stadt Grevenbroich gibt in diesem Jahr ungefähr genauso viel Geld für den Kreis aus, wie für das städtische Personal.

Insgesamt umfasst der städtische Haushalt rd. 180 Mio. Euro an Aufwendungen. Bis ins Detail kann man sich über den Haushalt im Internet informieren:

 


Holzbrücke Nord-Süd-Kohlenbahn, Radweg Energiepfad

Foto Schild Radweg Energiepfad

Die Brücke über die Nord-Südbahn ist schon ewige Zeiten gesperrt und muss/soll wohl revidiert werden. Ich hab gehört, die Stadt ist für die Brücke zuständig?

„Der vorhandene Radweg „Energiepfad“ führt über die Holzbrücke Nord-Süd-Kohlenbahn und über die (Energie Straße) L 375 / K39. Die Brücke ist ein über 40 Jahre altes Holzbauwerk und aufgrund von Schäden (schadhafter Bohlenbelag, einschließlich Tragwerk und Unterkonstruktion) nicht mehr verkehrssicher. Über das weitere Vorgehen (bspw. ein kompletter Neubau oder eine Sanierung) wird in dieser Angelegenheit noch entschieden.

Kindergartenbeiträge im Februar 2021

Foto spielender Kinder

„Warum zahlt Grevenbroich die Kita-Beiträge für Februar nicht zurück?“

Anders als noch im Januar hat das Land nicht erklärt, den Eltern die Februar-Beiträge für die nicht in Anspruch genommene Betreuung zurückzuerstatten – obwohl Elternverbände und auch die Vertretungen der Städte und Gemeinden auf Landesebene darauf gedrängt haben. Kommunen, die dennoch Beiträge zurückerstatten möchten, müssen deshalb einen individuellen Weg finden, der sich an den örtlichen Beitragssatzungen und der Haushaltssituation orientiert. Deshalb kann es von Stadt zu Stadt unterschiedlich sein, ob und wie schnell Eltern die Beiträge zurückerstattet bekommen. Eine landesweit einheitliche Regelung wäre wünschenswert gewesen.

Der Rat der Stadt Grevenbroich hat deshalb im März beschlossen, die Beiträge für Kita und Tagespflege für den Monat Februar anteilig zurückzuerstatten und hat die Verwaltung beauftragt, das zu organisieren.

Die Satzung der Stadt Grevenbroich eröffnet - bis auf den Betreuungsausfall wegen Streik - im KiTa Bereich keine Möglichkeit, bei anderen Betreuungseinschränkungen Elternbeiträge zu erlassen. Um die Erstattung der Elternbeiträge antragsgemäß für Februar 2021 sicherzustellen, ist die Elternbeitragssatzung zwingend anzupassen. Diese Anpassung, der Jugendhilfeausschuss und Rat zustimmen müssen, wird gerade durch die Verwaltung vorbereitet. Es ist davon auszugehen, dass sie noch vor den Sommerferien beschlossen wird. Im Anschluss muss der Kreis als Finanzaufsicht der Rückerstattung an die Eltern noch zustimmen.

Inzwischen hat auch das Land signalisiert, den Kommunen und Eltern bei den Beiträgen entgegenzukommen. Darüber wird sich möglicherweise eine weitere Entlastung ergeben. Das bleibt aber abzuwarten.

Grevenbroich gibt für die Organisation und Durchführung der Betreuung in den Kitas jährlich rund 23 Mio. Euro aus. Davon werden etwa 2,7 Mio. Euro durch Elternbeiträge finanziert, die restlichen Aufwendungen in etwa gleichen Teilen durch Landeszuschüsse und den städtischen Haushalt.

Elektronisch versenkbare Poller

Foto der Absperrpoller am Grevenbroicher Markt

Warum sind in der Fußgängerzone Poller angebracht worden?

Gewerbetreibende und Passanten der Fußgängerzone haben den unzulässigen Fahrzeugverkehr in der Fußgängerzone Kölner Straße, Breite Straße und auf dem Marktplatz in Grevenbroich beklagt.

Durch den Einbau elektronisch versenkbarer Poller an den Zufahrten Ostwall, Bahnstraße und Kölner Straße und festinstallierter Absperrpfosten im Bereich Am Zehnthof hat die Stadt Grevenbroich die Voraussetzungen geschaffen, das unzulässige Befahren der Fußgängerzone dauerhaft zu unterbinden. Die Anlage ging am 16.02.2021 in Betrieb.

Um die Warenanlieferung zu den ansässigen Gewerbebetrieben zu entzerren, wurde die zulässige Lieferzeit um eine Stunde auf 7 – 12 Uhr ausgedehnt. Auch Anwohnern aus dem Bereich Breite Straße, Kölner Straße und Am Markt ist das Befahren der Fußgängerzone innerhalb dieser großzügigen Lieferzeiten gestattet. Außerhalb der zulässigen Lieferzeiten werden die Zufahrten zur Fußgängerzone ab 16.02.2021 grundsätzlich geschlossen sein.  In begründeten Ausnahmefällen kann eine Ausnahmegenehmigung zum Befahren der Fußgängerzone außerhalb der Lieferzeiten erteilt werden. Berechtigte erhalten neben der schriftlichen Ausnahmegenehmigung einen Zahlencode bzw. Chip, um die Poller im Bedarfsfall selbstständig betätigen zu können.  Die Verwaltung weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Ausfahrt über sogenannte Kontaktschleifen gesteuert wird und somit jederzeit möglich ist.


Interaktiver Haushalt

Vorstellung des Interaktiven Haushalts

Warum macht die Stadt ihren Haushalt nicht transparent und öffentlich?

Der interaktive Haushalt ist für alle Bürgerinnen und Bürger auf der städtischen Homepage für die Jahre 2019 und 2020 einsehbar. Für das Jahr 2021 ist die Darstellung Ende des 1. Quartals bzw. Anfang des 2. Quartals des Jahres, nach Ratsbeschluss beabsichtigt.

Gab es vorher nur den dicken, für Laien schwer verständlichen Haushaltsplan in Papierform zu Einsicht, so gibt es seit der Digitalisierung die Möglichkeit, sich mit wenigen Mausklicks alle relevanten Daten des Haushaltsplans anzusehen. Durch das digitale Angebot wird die Ergebnis-, Finanz- und Investitionsplanung in übersichtlicher, transparenter Form dargestellt.

Mit Hilfe des interaktiven Haushalts werden allen Interessierten sämtliche Ebenen des Haushaltsplans der Stadt Grevenbroich sehr viel leichter zugänglich gemacht und verständlich aufbereitet. Ein Aufruf der Seite ist mit sämtlichen Endgeräten möglich.

Eine anwenderfreundliche Suchfunktion bietet dem Nutzer die Möglichkeit, den interaktiven Haushalt nach bestimmten Begriffen zu erkunden.

Als Beispiel kann man sich im Produkt „Förderung des Sportes“ mit einem Mausklick auf die ordentlichen Aufwendungen und dann heruntergebrochen auf die Transferaufwendungen (d.h. Aufwendungen, die ohne Gegenleistung an Dritte geleistet werden) die Aufwendungen der Stadt für Zuschüsse an Sportvereine für einen Zeitraum von sechs Jahren ansehen.

Ebenso ist hier beispielsweise die Möglichkeit zur Einsicht in Aufwendungen für den Schulbereich zu nennen: Im Produkt „Grundschulen“ unterhalb der Rubrik „Schulträgeraufgaben“ können mit einem Klick auf die ordentlichen Aufwendungen und dann heruntergebrochen auf die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen die Anschaffungen von Vermögensgegenständen für die Digitalisierung oder für Sportgeräte betrachtet werden.

Ergänzt werden diese Darstellungen durch Erläuterungen und anschauliche Schaubilder, Tabellen und Diagramme. Mit einem Klick auf eine interaktive Grafik öffnen sich Pop-up-Grafiken mit weiteren Informationen, wie z.B. zum Gesamthaushalt ein Kreisdiagramm mit investiven Auszahlungen nach den einzelnen Bereichen (wie Sicherheit und Ordnung, Schulträgeraufgaben etc.).

Ampelfarben und Pfeile zeigen kurzfristige Entwicklungen und langfristige Trends an. Zeitliche Entwicklungen in einzelnen Bereichen werden durch Verlaufsdiagramme bildlich wiedergegeben.

Um sich mit den Nutzungsmöglichkeiten und der Bedienung der Anwendung vertraut zu machen, steht ein Benutzerhandbuch im PDF-Format als Download zur Verfügung.

Der interaktive Haushalt unterliegt einer laufenden Weiterentwicklung, so dass für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt interessante Informationen stetig transparent eingepflegt und entnommen werden können.

Interaktiver Haushalt

Tiny Houses

Foto Tiny House

Gibt es für Grevenbroich konkrete Pläne für “Tiny Houses“?

Derzeit gibt es keine Flächen in  Bebauungsplänen, die den Bau von solchen Häusern ermöglichen können. Wenn ein Bedarf besteht, der jedoch erst einmal abgefragt werden müsste, könnte man versuchen in künftigen Bauleitplänen einzelne Flächen zu definieren, die solch einen Bautyp aufnehmen könnten. Hier muss dann entsprechend der Kontakt zu den Investoren und Entwicklungsgesellschaften gesucht werden.

Naturschutz / Insektenparadies

Foto Biene auf Blüte

Was macht die Stadt Grevenbroich eigentlich für den Natur- und Insektenschutz?

Die Stadt Grevenbroich soll grüner, bunter und vor allem insektenfreundlicher werden. Im Rahmen dessen gibt es bereits viele Aktionen und Kooperationen. Zwei Aktionen laufen ganz aktuell, Interessierte können sich bewerben und Preise gewinnen.

U.a. gibt es zu diesem Thema die Gemeinschaftsaktion „Grevenbroich, da blüht dir was!“ vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND e.V.) - Landesverband NRW, der Stadt Grevenbroich und dem Stadtmarketing Grevenbroich e.V.

Viele Grevenbroicher*innen kümmern sich schon heute um Bäume und Baumscheiben im Stadtgebiet. Sie greifen in heißen Sommern zur Gießkanne, halten das Beet rund um den Stamm sauber, verwandeln dieses oft sogar in einen blühenden Minigarten und gestalten damit aktiv den Platz vor ihrer Haustür. Nutzen nun auch Sie die Chance und machen Sie mit! Bepflanzen Sie eine Baumscheibe oder übernehmen Sie eine Gieß-Patenschaft und tragen so zur Verschönerung Ihres direkten Umfeldes bei. Das Besondere in diesem Jahr: Sie nehmen automatisch an einer Tombola mit vielfältigen Preisen teil! Nähere Informationen auf der städtischen Homepage unter: https://www.grevenbroich.de/detail/news/1745-gemeinschaftsaktion-grevenbroich-da-blueht-dir-was/

Oder auch die Aktion „Vorgarten des Jahres“, auch in diesem Jahr wird Grevenbroichs schönster Vorgarten wieder gesucht. Die Stadt hatte im letzten Jahr erstmals den „Vorgarten des Jahres“ prämiert. Diese Aktion wurde ins Leben gerufen, um ein Zeichen zu setzen gegen den Trend der Verschotterung in den Vorgärten.

Im letzten Jahr hatten sich 52 Vorgartenbesitzer aus dem Stadtgebiet um den Preis des schönsten Vorgartens beworben. Gewinner 2020 war das Ehepaar Vrijaldenhoven aus Wevelinghoven, welches ihren Vorgarten in ein insektenfreundliches Naturparadies verwandelt hat.

Das Thema Insektensterben ist nach wie vor ein hochaktuelles Thema und somit möchte die Stadt dieses Jahr wiederholt die Bürger Grevenbroichs dazu aufrufen sich um den schönsten Vorgarten zu bewerben. Mit dem Wettbewerb „Vorgarten des Jahres“ setzt die Stadt ein Zeichen gegen die Steinwüsten vor der Haustür und möchte Gartenbesitzer anspornen mehr Grün statt Grau in die Vorgärten zu bringen. Nähere Informationen auf der städtischen Homepage unter: https://www.grevenbroich.de/detail/news/1732-auch-in-diesem-jahr-wird-grevenbroichs-schoenster-vorgarten-wieder-gesucht/

Zudem setzt die Stadt Grevenbroich auf LED‘s bei der Straßenbeleuchtung: Der Austausch alter Leuchtmittel auf eine LED-Technik ist ein wichtiger Bestandteil des neuen Straßenbeleuchtungsvertrags zwischen der Stadt und der NEW. Die Besonderheit dabei: Die neuen Leuchtmittel werden nicht nur energiesparend sein, sondern auch insektenfreundlich. Denn in Abstimmung mit den Stadtbetrieben soll bei den anstehenden Umrüstungen bzw. Neuinstallationen zukünftig ein Leuchtmittel mit einer leicht veränderten Lichtfarbe Verwendung finden. Die zukünftig verwendeten Leuchtmittel bieten somit einen deutlich verbesserten Insektenschutz, weil eine geringere „Anziehungswirkung“ entsteht. Von Seiten der Stadt werden im nördlichen Stadtgebiet, wo der Umstieg auf LED bereits flächendeckend erfolgt ist, diese neuen Leuchtmittel ebenfalls verwendet werden, wenn ein Austausch ansteht oder neue Straßenzüge mit neuen Lichtpunkten ausgestattet werden.

In diesem Kontext kann auch die Umgestaltung städtischer Grünflächen, am Beispiel des ehem. Geländes der Schrebergärten an der Feilenhauerstraße genannt werden. Die Kleingartenparzellen an der Feilenhauerstraße wurden bereits von den Pächtern geräumt. Das ganze Areal ist jetzt soweit, dass der Bereich „Grünflächen und Umweltschutz“ mit der geplanten Umgestaltung beginnen kann. Das betroffene Schrebergarten-Areal soll künftig zu einer Streuobstwiese umgewandelt werden. Die Flächen werden ökologisch aufgewertet. Es soll ein vielfaltiger Lebensraum für Insekten geschaffen werden. Neben den Obstbäumen und der Blühwiese sind weiterhin z.B. Bienenhotels, kleine Sandflächen und Totholzhaufen geplant.


Neurather Wellenfreibad

Foto Wellenbad Neurath

Warum gibt es das Neurather Wellenfreibad nicht mehr?

Das Neurather Wellenfreibad wurde 1970 eröffnet und erfreute sich auch überregional großer Beliebtheit. Nach der kommunalen Neugliederung, im Laufe der Jahrzehnte, wurde der Erhalt und die Betreibung des Neurather Wellenfreibades jedoch immer mehr ein finanzieller Zuschussbetrieb. Auch der Umstand, dass es sich bei dem Wellenfreibad um einen Saisonbetrieb handelte - das Bad hatte nur während des Sommermonate geöffnet - begünstigte die Gesamtumstände nicht. Der große finanzielle Aufwand für die Stadt Grevenbroich konnte auch nicht durch Besucherrekorde aufgewogen werden. Öffentliche Schwimmbäder sind immer defizitär. Bis 1999 wurde das Areal als Wellenfreibad genutzt.

Sparzwänge - öffentliche Bäder sind für Kommunen oftmals ein Zuschuss-Geschäft - führten zu der Entscheidung der Schließung des Wellenfreibades, da dieses nicht wirtschaftlich war. Die Wasserflächen im Stadtgebiet mussten bedarfsgerecht genutzt werden – laut dem olympischen Plan verfügte Grevenbroich damals über mehr als doppelt so viele Wasserflächen wie benötigt. Im Rahmen der Haushaltssicherung war die Stadt gezwungen zu reagieren.

Eine mögliche Umstellung auf einen ganzjährigen Betrieb des Wellenfreibades war nicht erfolgreich, da die Bedachung des Bades unverhältnismäßig teuer gewesen wäre. Versuche, das Bad in private Hände an einen möglichen Investor abzugeben, blieben erfolglos. So stimmte der Stadtrat dann für die Schließung des Neurather Bades, welches nur im Sommer zu nutzen war, und für die Beibehaltung des Grevenbroicher Schlossbades mit Hallenbad und Außenbecken.

Das Areal lag danach für einige Jahre brach. Im Juni 2015 eröffnete schließlich mit großen Erfolg der Freizeitpark "Bobbolandia" auf dem ehemaligen Wellenbad-Gelände. Die ehemaligen Becken des Wellenfreibades blieben erhalten, wurden mit künstlichen Felsen verkleidet und so in den Freizeitpark integriert. Der Freizeitpark ist ebenfalls erfolgreich auf überregionalen Einzug ausgelegt.

Eine persönliche Anmerkung von Bürgermeister Klaus Krützen: „Auch ich habe den Beschluss damals sehr bedauert – viele schöne Jugenderinnerungen sind mit dem Wellenfreibad verbunden.“

Grevenbroicher Bahnhof

Foto: Bürgermeister und OSD am Bahnhof

Zu wenig Einsatz am Grevenbroicher Bahnhof

Der Grevenbroicher Bahnhofsbereich gab in der Vergangenheit öfter Anlass zu Beschwerden. Seit dem 01.07.2018 hat sich einiges getan: Seitdem ist der Ordnungs- und Servicedienst der Stadt Grevenbroich (OSD) im Umfeld des Bahnhofs und auf dem Bahnhofsvorplatz präsent. Seit März 2019 auch im Bahnhofsgebäude, nachdem der Stadt von der DB Bahn das Hausrecht für das Bahnhofsgebäude und den Personentunnel übertragen wurde. Dies stellte einen wichtigen Schritt dar, um das Sicherheitsgefühl in diesem Umfeld zu stärken. Die Mitarbeiter*innen des OSD können dort beispielsweise Platzverweise aussprechen und diese mit der Polizei durchsetzen. Durch die regelmäßige Präsenz und das aktive Handeln der Mitarbeiter*innen konnte eine deutliche Verringerung an Vorfällen und Einsatzanlässen festgestellt werden.

Geschäftsansiedlung in der Innenstadt

Foto der Fußgängerzone

„Warum bekommen wir Geschäft XYZ nicht in die Stadt?"

Es wird gerne bemängelt, warum in Grevenbroich „Geschäft XYZ“ nicht angesiedelt ist, was jedoch verschiedene Ursachen haben kann. Grundsätzlich ist der Einfluss der Stadt bei diesem Thema begrenzt. Ladenlokale in Grevenbroich werden überwiegend privat vermietet, damit hat die Stadt wenig bis keinen Einfluss auf die Auswahl der potenziellen Mieter. Expansionspläne der großen Geschäfte sind meist mit hohen Anforderungen verbunden, die eine Kleinstadt nicht erfüllen kann.

Beispiel Butlers:
Einzugsgebiet: Städte 100.000 Einwohnern mit hoher Zentralität
Zielgruppe: Junges Klientel (z. B. Universitätsstädte)
Frequenz: ab 1.000 Passanten / Stunde vor der Filiale
Umfeld: Innovative Einzelhandelskonzepte, Textil-, Lebensmittel- oder Einrichtungsgeschäfte sind bevorzugte Nachbarn
Verkaufsfläche: Zwischen 200 und 350 Quadratmetern
Nebenflächen: Kaum Lagerräume notwendig, Sozialflächen
Schaufensterfront: Voraussetzung mindestens 8-10 Meter
Anlieferung: Voraussetzung von Paletten-Anlieferung an das Ladenlokal
Außenbereich: Wir legen Wert auf die Möglichkeit zum Außenverkauf.
https://www.butlers.com/COMPANY_EXPANSION.html

Mieten in Grevenbroich:
Scheinbar sind zu hohe Mieten in Grevenbroich Schuld am Leerstand. Der Vergleich der Durchschnittsmieten, z.B. mit der Stadt Neuss, zeigt jedoch moderate Mieten. Seit 2010 sind die Mietpreise tendenziell sogar eher gesunken:

2010:  
1a-Lage (bis ca. 100 qm)       22,00 € - 35,00 €       
1a-Lage (ab ca. 100 qm)       20,00 € - 32,00 €       
1b-Lage (bis ca. 100 qm)       9,00 € - 15,00 €         
1b-Lage (ab ca. 100 qm)       7,00 € - 12,00 €         
Nebenanlagen                        5,00 € - 7,00 €

2015:
1a-Lage (bis ca. 100 qm)       20,00 € - 35,00 €
1a-Lage (ab ca. 100 qm)       18,00 € - 30,00 €
1b-Lage (bis ca. 100 qm)       10,00 € - 15,00 €
1b-Lage (ab ca. 100 qm)       10,00 € - 15,00 €
Nebenanlagen                        4,00 € - 8,00 €

IHK Mietspiegel – Durchschnittsmiete 2020 Grevenbroich
I.          Einzelhandelsflächen             von €   bis €
           Kernlagen                               10,00   20,00
           Nebenlagen                            4,00     10,00
 
IHK Mietspiegel – Durchschnittsmiete 2020 Neuss                        
I.          Einzelhandelsflächen             von €   bis €
           1a-Lage (bis ca. 100 qm)       30,00   40,00
           1a-Lage (ab ca. 100 qm)       25,00   38,00
           1b-Lage (bis ca. 100 qm)       12,00   20,00
           1b-Lage (ab ca. 100 qm)       10,00   22,00
           Nebenlagen                            5,00     10,00

EH-Zentralitätskennziffer in Grevenbroich: 104,7

Die Zentralitätskennziffer ist ein Maß für die Attraktivität einer Stadt oder einer Region als Einkaufsort. Eine Zentralitätskennziffer von genau 100 ist ein Indikator dafür, dass sich Kaufkraftabfluss und -zufluss die Waage halten, Werte über 100 deuten den prozentualen Zufluss an, Werte unter 100 zeigen, wie stark der Kaufkraftabfluss ist.

Bedeutet: Es kommen mehr Leute nach Grevenbroich zum Einkaufen, als andersherum.

Als positive Ansiedlungsbeispiele im Grevenbroicher Stadtgebiet könnten: Woolworth, C&A, CCC-Shoes und Oui erwähnt werden. Aber auch diese es schwer, insbesondere durch die Corona-Pandemie. Denn seit Pandemiebeginn geht der Trend eher weg von Expansionen, hin zum Onlinehandel. Leider sind Standortsschließungen - nicht nur in Grevenbroich, sondern auch in Großstädten - eine der Folgen der Pandemie.

Daher sind kreative Lösungen gefragt, die den Einzelhandel wieder attraktiver machen, Stichwort „ständiges Werben um attraktiven Einzelhandel“.

Foto: Riccardo Meloni, Fußgängerzone


Bußgelder und Investitionen

Foto städtischer Radarwagen

„Seit wann ist das offensichtliche Abzocken der Bürger der Job der Polizei.“ – „Ist wohl die einzige Möglichkeit um Geld zu genieren um über die Runden zu kommen. Kann man nur hoffen das der Schuss nach hinten los geht und sie auf ihre Kosten sitzenbleiben.“ – „Ein Grund ist das die Städte und Gemeinden ihren Haushalt aufbessern wollen und hier natürlich vorgeben gegen Raser vorzugehen …“ – „Das einzige, was vorgegeben ist, ist der einzunehmende und bereits ausgewiesene Betrag im Haushalt“ – „Als wenn es in der wunderschönen Stadt Grevenbroich keine anderen Sorgen gibt die viel wichtiger sind als diese zwei Goldesel.“ – usw.

Das ist nur ein Teil der qualifizierten Kommentare zu den Anschaffungen, die wir im Interesse der Sicherheit im Straßenverkehr tätigen. Der neue Radarwagen (der den alten ersetzen wird) und der Radaranhänger haben nicht den Zweck, den Haushalt zu sanieren, auch wenn das immer gerne behauptet wird.

Kurz zu den Fakten: Im Jahr 2018 hat die Stadt Grevenbroich rund 524.000 Euro an Bußgelder aus Park- und Geschwindigkeitsverstößen eingenommen. Dem gegenüber stehen Personalkosten in diesem Bereich von rund 578.000 Euro (Personal auf der Straße und im Rathaus). Im Jahr 2019 lagen die Einnahmen bei rund 639.000 Euro, die Ausgaben bei 605.000 Euro. In manchen Jahren ist die Verkehrskontrolle also sogar ein Zuschussgeschäft.

Wir könnten es uns einfach machen: keine Kontrollen, keine Kosten, dem Haushalt wäre es relativ egal. Aber vielen Bürgerinnen und Bürgern nicht, die sich an uns wenden, weil vor ihrer Haustüre oder auf dem Schulweg ihrer Kinder zu schnell gefahren wird.

Die Zahlen belegen: Es geht uns nicht um Abzocke. Finanziell haben wir nicht viel davon. Es geht um die Sicherheit im Straßenverkehr.

Und zur Erinnerung: Wer sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, bekommt auch keine Post von uns. 

Fördermittel

Symbolbild Fördermittel

"Warum nutzt die Stadt keine Fördermittel vom Land?"

Die Behauptung ist falsch. Die Stadt nutzt zahlreiche Förderprogramme (ISEK, Sportanlagen Neurath, etc.) und stellt hierzu die notwendigen Eigenmittel bereit. Alleine die prägnantesten Förderungen aus den Jahren 2017 bis 2021 machen in Summe 15 Mio. Euro aus.

Es sind aber nicht alle Förderprogramme gleich gut für Grevenbroich geeignet. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Aktuell wird beispielsweise gefordert, die Stadt solle sich am Programm „mobil.nrw“ beteiligen.

Bei dem angesprochenen Programm „mobil.nrw“ handelt es sich um einen Ideenwettbewerb. Es müssen bis zum 16.04.2021 Konzepte vorgelegt werden. Hierfür stehen in Grevenbroich allerdings keine personellen Ressourcen zur Verfügung (kein Verkehrsplaner). Zudem stellt sich die Frage, ob eine Beteiligung an dem Programm für Grevenbroich notwendig ist.

Der Stadtrat hat im Dezember beschlossen, ein umfangreiches Mobilitätskonzept zur Vorbereitung der Verkehrsentwicklungsplanung erarbeiten zu lassen. Damit wird der Notwendigkeit, den ÖPNV weiterzuentwickeln, zu verbessern und an geänderte Rahmenbedingungen auch mit dem Zielen Unterstützung der Verkehrswende, Erhöhung von Lebensqualität und Klimaschutz Rechnung getragen.
Der ÖPNV ist in Grevenbroich kein Stiefkind, es werden schon jetzt jährlich rd. 800.000 € für Aufwendungen im Zusammenhang mit dem ÖPNV in die Hand genommen.

Bei jedem neuen Förderprogramm des Landes zu fordern, die Stadt solle sich beteiligen, ist zu kurz gedacht. Oft kann Grevenbroich profitieren, oft aber auch nicht. Und manchmal steht der Aufwand, den Grevenbroich für eine Beteiligung aufwenden muss, in keinem Verhältnis zum Nutzen.

Baumfällung, Baumschnitt und Baumpflegearbeiten

Foto Forstarbeiten, gestapelte Baumstämme

"Warum werden so viele Bäume gefällt? Die sehen doch alle noch gesund aus?"

Baumfällung und Baumschnitt im Stadtgebiet können unterschiedliche Ursachen haben. Die beste Zeit, um Bäume zu fällen, ist im Winter von November bis Anfang Februar: Bäume führen jetzt das wenigste Wasser und Laubbäume haben ihre Blätter abgeworfen. Der Grund ist hierbei, dass die Bäume nicht im Saft stehen und die Rinde im Winter nicht wasserführend ist. Ein Einschlag im Sommer ist zwar grundsätzlich erlaubt im Wald, führt aber oft zu großen Rindenschäden am übrigen Bestand. Daher der Einschlag im Winter im Wald. Im Winter schädigt jedoch Streusalz insbesondere die Bäume am unmittelbaren Straßenrand. Am Baumstandort sickert das salzhaltige Tauwasser in den Boden. Wenn kein ausreichender Nachschub an anderen Nährstoffen für Ausgleich sorgt, kann der Baum nachhaltig geschädigt werden und sogar eingehen.

Zurückliegende Dürrejahre, durch starke Trockenperioden und zunehmender Schädlingsbefall (z.B. durch den Borkenkäfer, Raupen und Eichenprozessionsspinner), setzen zahlreichen Stadtbäumen zu. Um einen Befall von Borkenkäfern zu bekämpfen, müssen die befallenen Bäume gefällt werden. Manche Bäume sind außerdem von einem Pilz befallen, der die Rußrindenkrankheit verursacht. Zudem besteht das Risiko, dass ggf. Pilz-Sporen Menschen mit Allergien oder chronischen Atemwegserkrankungen belastet könnten. Bei einem Baumbefall durch den Eichenprozessionsspinner werden die Eichenblätter geschädigt, ein mehrfacher Kahlfraß ist für die Bäume tödlich. Die betroffenen Bäume werden mit einer speziellen Saugmaschine vom Befall befreit. Diese Maßnahmen werden ausschließlich im hochfrequentierten Bereich – wie Kindergärten und Schulen durchgeführt. Eine weitere, neuartige Walderkrankung im Zusammenhang mit der Klimawandlung, ist das Eschensterben. Eine ebenso wie die Rußrindenerkrankung für den Baum tödliche Pilzerkrankung.

Einige Bäume sind auch altersbedingt geschwächt, wodurch die Gefahr besteht, dass morsche Äste oder Kronen abbrechen können. Daher müssen in regelmäßigen Abständen im gesamten Stadtgebiet Baumpflegearbeiten durchgeführt werden. Dies trifft grundsätzlich allerdings nicht für den Wald zu. Der Waldbesucher betritt den Wald generell zur Erholung auf eigene Gefahr. Waldtypische Gefahren sind hinzunehmen.

Auch junge Bäume müssen regelmäßig ausgedünnt werden, damit die Jungpflanzen ausreichend Platz zur Entfaltung haben und genügend Licht und Wasser bekommen. Für gefällte Bäume nimmt die Stadt Grevenbroich (Stadtbetriebe AöR) Ersatzpflanzungen vor. Dabei werden Baumarten gewählt, die robuster im Umgang mit Trockenheit sind.

Da die städtischen Bäume in Trockenzeiten zu wenig Wasser bekommen, insbesondere Jungpflanzen, deren Wurzeln noch nicht tief genug ins Erdreich gewachsen sind, hat sich die Stadt eine Präventionsmaßnahme einfallen lassen. So können interessierte Bürger*innen Patenschaften von Bäumen übernehmen. Im Rahmen dieser Patenschaft erklären sich die Baumpaten bereit, Stadtbäume auf freiwilliger Basis (ehrenamtlich) zu pflegen und bei Dürrezeiten zu bewässern.


Bürgerbüro: Termine nur nach Vereinbarung

Foto aus dem Bürgerbüro

"Hat das Bürgerbüro geöffnet?"

Sämtliche Leistungen des Bürgerbüros können weiterhin nur nach einer vorherigen Terminvereinbarung beantragt werden.
Das geht entweder online über die städtische Homepage oder telefonisch unter 02181/608-572. Aufgrund der großen Nachfrage kann es telefonisch zu Wartezeiten kommen, um Geduld wird gebeten.

Aktueller Hinweis: Der Preis für einen neu beantragten Personalausweis ist seit Jahresbeginn von 28,80 auf 37 Euro gestiegen.

 

Kunstwerke im öffentlichen Raum

Foto des Kunstwerks

„Dafür hat die Stadt Geld?“

Alle Aktionen zu Kunstwerken im öffentlichen Raum, die in den vergangenen Jahren verlegt oder neu installiert wurden sind durch Spenden- oder Sponsorengelder und Zuschüsse Dritter, ohne städtische Mittel finanziert worden. Die Stadtbetriebe AÖR haben dabei lediglich „Hand- und Spanndienste“ geleistet.

Einige Beispiele:

  1. Die neuen Pappelmänner („Rheinisches Element“) von Matthias Hintz am Erftufer auf der Stadtparkinsel wurden von Förderverein des Museums, vom Kunstverein und vom Verkehrsverein 2019 finanziert, nachdem sie auf der Apfelwiese zerstört worden waren.
  2. Der Neuanstrich des Ettl-Rades auf der Mäanderinsel wurde mit Mitteln von RWE Power, der Sparkassen-Stiftung und des Landes NRW unter der Regie des Verkehrsvereins 2019 ermöglicht.
  3. Die Neuinstallierung der Skulptur „Junge mit Rad“ (Anatol), die vom Schneckenhaus-Gelände 2017 an den Ostwall wechselte, wurde mit ehrenamtlichem Engagement des Kulturausschusses, Sponsorenleistungen sowie Spenden des Kunstvereins finanziert.
  4. Der „Korbflechter“ in Gindorf von Anneliese Langenbach wurde 2015 restauriert mit Hilfe einer Spendenaktion, die der ehemalige städtische Mitarbeiter Hans-Peter Habura initiierte.
  5. Die kostenintensive Reparatur des „Tierbrunnens“ von Bonifatius Stirnberg auf dem Marktplatz wurde 2013 durch Spenden finanziert. Die Initiative erfolgte durch Hans-Peter Habura und den Grevenbroicher Spitzensportler Herbert E. Müller.
  6. Die Skulptur „Permanent Lightning“ von Thomas Stricker am Eingang des Stadtparks zahlte 2009 die Kunst-Stiftung der Sparda-Bank und die nachfolgende Patenschaft übernahm der Kunstverein.  

Nähere Informationen und weitere Beispiele unter facebook.com/Villa.Erckens.

Gebühren

Symbolbild Gebühren

 

  1. Wofür müssen Gebühren zu bezahlt werden?
    Gebühren sind für Leistungen einer Gemeinde bzw. Stadt oder für die Inanspruchnahme von öffentlichen Einrichtungen zu zahlen. Bei Gebühren besteht immer ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen der Gebühr und einer konkreten Gegenleistung (§ 4 Abs. 2 KAG  NRW).
  2. Welche Gebühren fallen an?
    Es wird dabei zwischen Verwaltungsgebühren und Benutzungsgebühren unterschieden. Die Gebühr und die Details der Gebührenpflicht sind in kommunalen Gebührensatzungen geregelt. Während Verwaltungsgebühren zum Beispiel bei einer Beurkundung, der Erteilung von Bescheinigungen oder dem Ausstellen eines Personalausweises anfallen, sind Benutzungsgebühren für die Nutzung der kommunalen Infrastruktur zu zahlen. Das ist zum Beispiel bei der Abfallentsorgung oder der Straßenreinigung der Fall.
  3. Können Städte und Gemeinden mehr Geld verlangen, als sie tatsächlich ausgeben? Bzw. können sie mit den Gebühren Gewinne erzielen?
    Die Antwort ist klar nein. Städte und Gemeinden sind bei der Ermittlung der Höhe von Benutzungsgebühren gesetzlich dazu verpflichtet, kostendeckende Gebühren zu erheben (§ 6 Abs. 1 S. 3 KAG NRW). Man spricht hierbei vom Kostendeckungsprinzip. Die Gebühren sollen so kalkuliert werden, dass die Einnahmen aus den Gebühren die Kosten nicht übersteigen. Man nennt diese Bereiche auch kostenrechnende Einrichtungen. Gewinne dürfen durch die Gebühren nicht erzielt werden. Werden Überschüsse in einem Gebührenhaushalt erzielt, müssen diese in den Folgejahren ausgeglichen werden.
    Die Kosten, die für die Stadt anfallen, werden an die Nutzer also lediglich weitergegeben.
  4. Wie werden die kostendeckenden Gebühren ermittelt?
    Über eine Gebührenkalkulation. Dabei werden betriebswirtschaftlich alle Kosten ermittelt. Dazu gehören insbesondere der Personalaufwand, aber auf Abschreibungen auf die Anlagegüter.
  5. Warum erhöhen sich für das Jahr 2021 konkret (beispielsweise) die Abfallgebühren für die Grevenbroicher Bürger*innen?
    1. Der alte Abfallentsorgungsvertrag war ausgelaufen und es musste ein neuer geschlossen werden. Die Entgelte haben sich im Vergleich zum vorherigen Vertrag um 27 % erhöht. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass die älteren Verträge sehr günstig angelegt und teilweise Preise unterhalb des Marktes vereinbart worden waren, weil sich der damalige Anbieter auf dem Markt etablieren wollte.
    2. Der Rhein-Kreis Neuss unter Herrn Landrat Petrauschke, hat die Deponiegebühren erhöht. Diese Erhöhungen werden müssen weitergegeben werden (siehe Frage 3).
    3. Die Altpapiervergütung für den Rhein-Kreis Neuss wird niedriger ausfallen, da die Marktpreise für Altpapier gesunken sind.

Fazit: Die Kostenentwicklung führt zu einer Erhöhung oder einer Senkung von Gebühren. Gewinn erwirtschaftet eine Stadt oder eine Gemeinde mittels Gebühren nicht. Die entstandenen Kosten werden auf diese Weise auf die Nutzer*innen der Leistungen umgelegt.

Informationen wurden aus folgenden Quellen bezogen:

  • Kudella, Sascha / Behncke, Andreas / Waasem, Thilo / Lachmann, Holger / Luhmann, Niklas (2020): Das Kommunallexikon. Ein Leitfaden für die kommunale Praxis. In: Schriftenreihe der Schriftenreihe der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik in Nordrhein-Westfalen e. V. Band 43, Düsseldorf.
  • Beschlussvorlage 016/2021
  • Beschlussvorlage 015/2021

 


Beantragung und Abholung Führerschein

Symbolfoto Führerschein

Wo kann ich bei der Stadt Grevenbroich meinen Führerschein abholen?

Bei der Stadt Grevenbroich kann weder ein Führerschein beantragt, noch abgeholt werden. Die zuständige Stelle ist das Straßenverkehrsamt des
Rhein-Kreises Neuss.

Kontaktdaten:
Straßenverkehrsamt Grevenbroich
Lindenstraße 10, 41515 Grevenbroich (Stadtmitte)
Tel. 02181 / 601 - 9090
Fax 02181 / 601 - 3697
E-Mail: strassenverkehrsamt(at)rhein-kreis-neuss.de
Internet: www.rhein-kreis-neuss.de/de/verwaltung-politik/aemterliste/strassenverkehrsamt/

 

 

Barrenstein: Tempo 30-Zone gefordert - Barrensteiner bemängeln Verkehr und Lärm

Foto Zone 30 Schild

In Barrenstein soll flächendeckend - auch auf den Kreisstraßen - Tempo 30 eingeführt werden, so der Antrag der SPD-Fraktion vom 10.12.2018. Der Bauausschuss hat in der Sitzung am 14. März 2019 beschlossen, dass die Verwaltung die Gespräche mit der Kreisverwaltung  in dieser Angelegenheit fortsetzen soll.  Ziel soll dabei sein, in  Abstimmung mit  dem  Rhein-Kreis-Neuss,  Tempo 30 doch  anordnen zu können. - Bisher sind der Rhein-Kreis Neuss und die Stadt Grevenbroich unterschiedlicher Auffassung, wie aus der Vorlage der Verwaltung für den Bauausschuss hervorgeht. In Barrenstein soll modellhaft Tempo 30 in der gesamten Ortslage eingeführt werden. Das ist ein Beispiel dafür, dass die Stadt Grevenbroich an vielen Stellen auf die Kooperation mit und auf die Zustimmung von anderen Behörden angewiesen ist, um berechtigte Interessen aus der Bevölkerung umzusetzen.

Durch den Einsatz von Geschwindigkeitswarntafeln, auch bekannt als "Smiley"-Tafeln, trägt die Stadt Grevenbroich präventiv zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr bei.
In Barrenstein sind zurzeit zwei "Smiley"-Anlagen zur Verlangsamung des Verkehrs an der Muchhausener Straße, jeweils in Fahrtrichtung Ortsmitte, installiert.
Die gesammelten Daten werden von einer Software ausgewertet, wodurch Zeiten mit überdurchschnittlicher Überschreitung der jeweiligen zulässigen Höchstgeschwindigkeit erkannt werden. Anschließend ist daran die Überwachung mittels des städtischen Radarwagens anzupassen.

Verblühte Osterglocken / Narzissen

Foto Narzissenblüte auf der Apfelwiese

Warum werden die verblühten Osterglocken / Narzissen nicht abgeschnitten?

Die Blütenstiele und Blätter sollten nach der Blütezeit noch eine Weile stehen bleiben. Die Pflanzen müssen nach der Blütezeit noch Sonnenlicht tanken können, um Photosynthese zu betreiben. So werden Energie und Nährstoffe in der Blumenzwiebel angereichert. Werden die Blätter zu früh entfernt, kann es passieren, dass sich im nächsten Jahr nur Blätter und keine neuen Blüten bilden.