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Zentrales Fördermittel-Management
Fördermittel sind für Kommunen von großer Bedeutung, da sie häufig nicht über ausreichend Eigenmittel verfügen, um wichtige Projekte im Bereich Infrastruktur, Bildung, Digitalisierung, Umweltschutz oder auch soziale Angebote vollständig selbst zu finanzieren.
Das zentrale Fördermittelmanagement der Stadt Grevenbroich ist zuständig für die Antragsstellung, Verwaltung, Kontrolle und Nachweisführung von Fördermitteln, um die zielgerichtete und regelkonforme Nutzung staatlicher oder privater Gelder für Projekte sicherzustellen. Es umfasst die Suche nach passenden Programmen, das Erstellen von Anträgen, die Abwicklung von Zuwendungen, die Überwachung der Projektumsetzung und die Erstellung von Verwendungsnachweisen, um Risiken wie Rückzahlungen zu minimieren und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.
Durch die Ausübung des Fördermittelmanagements werden die Handlungs- und Entscheidungsspielraum der Stadt erweitert. Dies bedeutet darüber hinaus eine dauerhafte Entlastung des Haushalts.
Auf dieser Seite erhalten Sie Informationen über laufende Förderungen bei der Stadt sowie den verbundenen Unternehmen.
Aktuelle Förderprojekte
Fördermittel für natürlichen Klimaschutz
Ende 2025 hat die Stadt Grevenbroich zwei Zuwendungsbescheide von der KfW-Bank für das Programm 444 NKK - Natürlicher Klimaschutz in Kommunen erhalten. Die Fördermittel in Höhe von insgesamt 396.000 € werden aus Mitteln des Sondervermögens "Klima- und Transformationsfonds (KTF)“ des Bundes zur Verfügung gestellt.
Mit den bereitgestellten Mitteln setzen die Stadtbetriebe Grevenbroich im Jahr 2026 und 2027 zahlreiche Maßnahmen zur Stärkung des natürlichen Klimaschutzes im Stadtgebiet um. Geplant sind unter anderem:
- Pflanzung von Bäumen an Schulen und Kitas u.a. in Kombination mit Teilentsiegelungsmaßnahmen
- Pflanzung von Straßenbäumen an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet
- Baumpflanzungen auf den Friedhöfen in Allrath, Hülchrath, Neukirchen und Wevelinghoven
- Nachträgliche Standortoptimierung zur Erhaltung von Bestandsbäumen durch Vergrößerung von Baumgruben, Bodentausch und Sanierung des Wurzelraums.
- Mehrjährige Entwicklungspflege von Neupflanzungen zur Sicherstellung eines langfristig stabilen und funktionsfähigen Bestandes
- Errichtung einer kleinen lokalklimatisch wirksamen Parkanlage (sog. Pikopark) an der Grenzstraße: die teilversiegelte 3.030 m² Fläche wird entsiegelt, neue Bäume, Hecken und naturnahe Strukturen schaffen Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Geplant sind außerdem Sitzmöglichkeiten aus Naturmaterialien, Baumstämme als Spiele- und Gestaltungselemente, Findlinge sowie Nisthilfen wie Insektenhotels. Die vorhandenen Bäume bleiben erhalten und werden durch weitere Pflanzungen ergänzt.
Ziel der Maßnahmen ist es, zur Umsetzung des "Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz" (ANK) der Bundesregierung im besiedelten Bereich beizutragen: über erhöhte CO2-Bindung, über eine Steigerung der Biotop- und Artenvielfalt sowie über einen verstärkten Wasserrückhalt und die Wiederherstellung natürlicher Bodenfunktionen. Gleichzeitig tragen die Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel bei – etwa durch eine Verbesserung des Mikroklimas durch Schattenwirkung und Kühleffekte.
Die geförderten Maßnahmen sollen bis zum Ende des Jahres 2027 umgesetzt werden, die Entwicklungspflege bis Ende 2030.
Dritte Gesamtschule: Fördermittel für Gebäudesanierung Einfeldsporthalle/Lehrschwimmbecken
Am Heyerweg in Wevelinghoven werden die Einfeldsporthalle und das Lehrschwimmbecken saniert. Ende Juni 2025 erhielt die Stadt Grevenbroich einen Zuwendungsbescheid von der Bezirksregierung Düsseldorf in Höhe von rund 5.160.000 Euro für die geplante Maßnahme. Sie wird kofinanziert von der Europäischen Union und dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen.
In den nächsten Jahren wird die Realschule am Heyerweg in die Dritte Gesamtschule umgewandelt. Zu diesem Zweck werden Gebäudeteile teilweise abgerissen, umgebaut und auch erweitert. Die Planung für die Einfeldsporthalle und das Lehrschwimmbecken sieht nun eine ganzheitliche Ertüchtigung der Gebäudehülle wie auch der Anlagentechnik vor.
Durch die Sanierung des Gebäudes soll der Gesamtenergieverbrauch und die CO2-Belastung deutlich reduziert werden. Mithilfe der vorgesehenen Maßnahmen wird der Primärenergiebedarf im Vergleich zum Bestand um mindestens 76 % reduziert werden. Die Wärmeerzeugung des Gebäudes erfolgt zukünftig über Solarthermie und Wärmepumpen. Die Wärmepumpen erhalten den Strom teilweise von der Photovoltaikanlage auf dem Dach der Dritten Gesamtschule. Weiterhin wird auch der Wasserverbrauch durch wassersparende Armaturen und die Prozessenergie durch die neue Badewassertechnik erheblich reduziert. Das anfallende Niederschlagswasser der Flachdächer wird komplett Versickerungsanlagen auf dem Gelände zugeführt.
Bis zum Beginn des Schuljahres 2027/2028 sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.