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Brandschutzerziehung

Die Feuerwehr Grevenbroich ist auch im Bereich Brandschutzerziehung tätig. Im Rahmen dieser wird Kindern und Jugendlichen das richtige Verhalten bei einem Brand, das richtige Absetzen von Notrufmeldungen, der gewissenhafte Umgang mit Einrichtungen des vorbeugenden Brandschutzes und Maßnahmen zur Brandverhütung beigebracht. Diese Maßnahmen sind nach § 3 Abs. 5 BHKG NRW Pflichtaufgabe der Feuerwehren.

Die Notwendigkeit einer öffentlichen Brandschutzerziehung für Kinder und Jugendliche wurde in der Bundesrepublik Deutschland lange verkannt. Erst Ende der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts begann man vereinzelt, wie z.B. in Hamburg, Unterrichtseinheiten für den Bereich der Grund-, Haupt- und Realschulen anzubieten.

Einen deutlichen Impuls bekam die Brandschutzerziehung bundesweit, als sich der Spitzenverband des Brandschutzwesens in Deutschland - die Vereinigung zur Förderung des deutschen Brandschutzes (vfdb) - durch Bildung eines Fachreferats dieser Aufgabe annahm und ein Grundkonzept zu Inhalten und Organisation der Brandschutzerziehung in Kindergärten, Primar- und Sekundarstufen erarbeitete. Zeitgleich wurden auch in Brandschutzerziehung Grevenbroich erste Maßnahmen zur Brandschutzerziehung an Schulen und Kindergärten durchgeführt. Seit 1990 ist die Brandschutzerziehung bei der Feuerwehr Grevenbroich ein fester Bestandteil.

Die Feuerwehr Grevenbroich führte im Jahr 2006 an in 212 Stunden Brandschutzbelehrungen bei 146 Erwachsenen sowie Brandschutzerziehung bei 800 Kindern durch.

Es ist für Eltern selbstverständlich, ihre Kinder über Gefahren des Straßenverkehrs aufzuklären, mit ihnen das Überqueren der Fahrbahnen zu üben und sie mit den Farben der Verkehrsampel und deren Bedeutung vertraut zu machen. Leider wird ihnen aber kaum gesagt, was sie tun müssen, wenn es brennt oder Spielgefährten und andere Menschen in Gefahr sind. Jede dritte fahrlässige Brandstiftung in der Bundesrepublik Deutschland wird durch Kinder und Jugendliche verursacht. In Deutschland kommen immer noch rund 600 Menschen bei Bränden ums Leben, ungefähr 80 davon sind Kinder. Es müssen daher geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um systematisch Brandschutzerziehung für Kinder und Jugendliche zu betreiben.

Ziele:

  • Wir wollen verhindern, dass Kinder durch Feuer und Rauch verletzt oder sogar getötet werden.
  • Schäden der durch Kinder verursachten Brände können durch Kenntnisse des Umgangs mit Feuer, der Brandgefahr und des Verhaltens bei Bränden reduziert werden.
  • Kinder und Feuerwehr sollen zu einem gegenseitigen Vertrauensverhältnis finden.
  • Bei Kindern soll das Brandschutzbewusstsein und die Aufgeschlossenheit gegenüber dem vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz geweckt werden

Lehrinhalte/Durchführung:
Gerade im Grundschulalter ist bei Kindern ein besonderes Interesse am Zündeln vorhanden. Diese natürliche Neugier soll durch die Brandschutzerziehung in richtige Bahnen gelenkt werden. Durch das gewonnene Wissen lernen Kinder die Brandgefahren besser einzuschätzen und dadurch Brände zu vermeiden. Weiterhin lernen die Kinder, wie man Brände löschen kann und welche Gefahren durch den Brandrauch entstehen. Weitere wichtige Inhalte des Unterrichts sind "Alarmierung der Feuerwehr" und "Richtiges Verhalten im Brandfall"