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Anzeige einer Fehlgeburt

Das Standesamt stellt Ihnen auf Wunsch eine Bescheinigung über die Fehlgeburt aus.

Es müssen für die Bescheinigung folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • es fand eine Fehlgeburt statt und
  • diese wurde gegenüber dem Standesamt angezeigt.

Eine Anzeige ist nur möglich, wenn Ihnen bei der Lebendgeburt die Personensorge zugestanden hätte, das heißt:

  • Sie als Eltern waren zum Zeitpunkt der Geburt miteinander verheiratet oder
  • Sie haben als unverheiratete Eltern vor der Geburt eine gemeinsame Sorgeerklärung abgegeben oder
  • Sie sind die Mutter.

Darüber hinaus liegen keine weiteren Voraussetzungen vor; die Erteilung der Bescheinigung ist nicht von einer bestimmten Dauer der Schwangerschaft oder von einem Mindestgewicht des tot geborenen Kindes abhängig.

Eine Fehlgeburt liegt vor, wenn das Kind

  • bei der Trennung vom Mutterleib keine Anzeichen des Lebens (Herzschlag, pulsierende Nabelschnur, Lungenatmung) gezeigt hat, sowie
  • weniger als 500 Gramm wog, und/oder
  • die 24. Schwangerschaftswoche nicht erreicht hat.

Wenn die Fehlgeburt bei einer Mehrlingsgeburt geschah, wird sie Ihnen als Totgeburt beurkundet, wenn mindestens ein anderes Kind als Lebend- oder Totgeburt zu beurkunden ist.

Für die Anzeige einer Fehlgeburt benötigen Sie folgende Unterlagen:

  • Personalausweis, Reisepass oder ein anerkanntes Passersatzpapier von Ihnen als Eltern
  • wenn Sie als Eltern miteinander verheiratet sind oder waren, zusätzlich:
    • Eheurkunde oder beglaubigter Ausdruck aus dem Eheregister,
    • Geburtsurkunden, wenn Ihre Geburtsdaten nicht aus der Eheurkunde hervorgehen
  • wenn Sie als Eltern nicht miteinander verheiratet sind, zusätzlich:
    • Geburtsurkunde der Mutter,
    • wenn die Vaterschaft bereits anerkannt wurde: Geburtsurkunde des Vaters und Erklärung über Vaterschaftsanerkennung,
    • gegebenenfalls Sorgeerklärungen
  • wenn sich der Name eines Elternteils geändert hat:
    • Nachweis über die Namensänderung
  • als Nachweis der Fehlgeburt:
    • eine von einer Ärztin oder einem Arzt beziehungsweise einer Hebamme oder einem Geburtshelfer ausgestellte Bescheinigung über die Fehlgeburt oder
    • Mutterpass, wenn daraus die Fehlgeburt ersichtlich wird
      oder
    • Bescheinigung über die Bestattung der Fehlgeburt
  • zur Erstellung der Bescheinigung:
    • Angabe zum vorgesehenen Familien- und den vorgesehenen Vornamen des Kindes

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